10. April 2010
Mit das Wichtigste beim Fahren mit Elektrofahrzeugen ist natürlich die Stromversorgung. Auch wenn die Stromkosten im Verhältnis zu den Kosten die durch die Batterien in den Elektrofahrzeugen recht gering sind achtet man doch auf günstige Preise für die kWh.
Seit Dezember 2007 wird mein Stromverbrauch mit einem intelligenten Zähler gemessen und die Verbrauchsdaten direkt über das Internet zur meinem Stromversorger geschickt. Ich habe an einem Projekt der ENBW als einer von 1000 “Pionieren” teilgenommen. Neben den Vorteilen der zeitnahen monatlichen Abrechnung kann man z.B. über einen Zugang zum ENBW-Server in einem “Cockpit” seine aktuell vom Netz bezogene Leistung, den Verbrauch und die Kosten einsehen. Diverse Analysemöglichkeiten zeigen einem auf wann und wie der Stromverbrauch über verschiedene Zeiträume verteilt hat.
Während der Pionierphase und auch bei dem von mir danach gewählten Tarif “ENBW Intelligenter Stromzähler” wurde der Stromverbrauch mit zwei zeitabhängigen Tarifen abgerechnet. Für den Strombezug Mo - Fr von 20:00 - 8:00 Uhr und am Wochenende ganztägig Wochenende ganztägig bekommt man eine Bonus-Gutschrift in der Höhe von 3 Cent / kWh. Man kann schon einiges sparen wenn man möglichst viele Verbraucher in der Zeit, wo Sparstrom abgerechnet wird, einschaltet. Waschen, Trocknen, Spülen und natürlich auch das Auflagen eines Elektrofahrzeuges kann man recht oft in die Zeit nach 20 Uhr verschieben. Mit dem intelligenten Stromzähler lebt der “Nachtstrom” wieder auf
Während der Pionierphase und auch in den Zeit danach konnte ich Erfahrungen mit dieser neuen Technologie sammeln. Es ist spannend als Teilnehmer von Anfang an “aktiv” an einer Zukunft mitzuarbeiten die in den nächsten Jahren auf uns alle zukommen wird.
Inzwischen geht es weiter. Ich bin seit November 2009 Teilnehmer beim Projekt “MeRegio” (Minimum Emission Region). Als einer von den ersten 100 “Impulsgeber” hab ich mich freiwillig in den neuen “Tarifdschungel” begeben. Der dynamische MeRegio-Tarif besteht aus drei Tarifzonen, die im Abstand von 60 Minuten wechseln können. Die zeitlichen Tarifzonen werden bis zu 24 Stunden im Voraus auf der Stromampel und im Internet angezeigt. Die StromAmpel zeigt den Tagesverlauf des Strompreises über 24 Stunden. Dabei sind mindestens drei unterschiedliche Tarifzonen wesentlich. Diese verdeutlicht auch die Hintergrundbeleuchtung, die wie eine Ampel ihre Farben wechselt: Leuchtet der Hintergrund rot, ist der Strom teurer. Wechselt er zu gelb, dann befinden Sie sich in der mittleren Tarifzone. Grün steht für günstigen Strom. Das Preisprofil ist jeden Tag unterschiedlich. Das hängt vom Wetter (Wind / Sonnerschein) und den Beschaffungskosten für den Strom ab.
Jetzt gilt es die grossen Verbraucher dann einzuschalten wenn die Stromampel auf grün steht. Gegenüber dem starren Tarifraster beim “ENBW Intelligenter Stromzähler” hat man hier auch tagsüber für eine oder mehrere Stunden Sparstrom mit dem günstigen Tarif. Dafür gibt es aber auch abends bzw. am Wochenende Zeiten wo der Strom dann teuer ist.

Stromampel mit dem Tarifprofil [vergrössern durch klicken]
Wenn man nun eine intelligente Ladeelektronik mit den Tarifinformationen koppelt ist es machbar ein Elektrofahrzeug mit 15 Cent / kWh zu laden.
Leider muss ich momentan diese Optimierung noch manuell durchführen. Die Tarifinformationen in der Stromampel bzw. im Cockpit auf dem Server der ENBW liegen (noch) noch nicht in einer Form vor die ich für eine solche Steuerung verwenden kann.
Vor kurzem hatte ich bei einer Veranstaltung die Möglichkeit mit einem Techniker der ENBW über diese Thematik zu sprechen. Vielleicht werden in Zukunft die Tarifprofile für den aktuellen bzw. folgenden Tag in einer Form zur Verfügung gestellt die ich automatisiert in meinem Netzwerk weiterverarbeiten kann.
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9. April 2010
Heute habe ich erfolgreich die fällige Hauptuntersuchung bei der DEKRA erfolgreich durchführen lassen. Einzigster Wermutstropfen ist die Gebühr von 54 Euro. Im Verhältnis zu dem “kleinen” Auto finde ich das schon recht hoch.
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7. April 2010
Ja das Alter. Mein CityEL ist ja nicht mehr das jüngste. Baujahr 1999 fordert halt immer mal wieder sein Tribut. Diesmal ist es der Kontaktschalter für das Bremslicht am Bremspedal. Da sind die Kontakt defekt.
Im Web gibt es verschiedene Lösungen wir man diese Problematik mit den “abgebrannten” Mikrokontaktschalten lösen kann. Da ich momentan zeitlich eingespannt bin werde ich die schnellste Lösung wählen: ein neuer Schalter.
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6. April 2010
Nach langer CityEL-Pause kann ich endlich wieder elektrisch fahren. Neben dem leidigen Problem mit einem Kontaktschalter traten während der Fahrt hin und wieder kurze Aussetzer auf. Nach dem Austausch der Motorsteuerung kann ich endlich wieder stotterfrei stromen.
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14. Juni 2009
… in der mein CityEL in der Garage stand und seit mehr als einem Jahr nicht mehr gefahren wurde habe ich mal den Staub vom Armaturenbrett gewischt.
Vor mehr als einem Jahr trat ein Defekt in der Elektronik (?) auf. Beim Drücken des Gaspedals gibt es keine Reaktion. Da der Winter vor der Tür stand und ich mit der Renovierung meines Wohnung stark ausgelastet war steht das CityEL bis heute immer noch so in der Garage.
Gestern hab ich mir mal die Akkus genauer angeschau. Der Standardlader hat sie ohne Probleme “gefüllt”. Bei der Spannungsmessung habe ich aber feststellen müssen das zwei der Bleiakkus wohl hinüber sind
Mal sehen ob ich sie wieder aufpäppeln kann.
Zuerst muss ich aber noch den Fehler in der Elektronik finden. Wenn ich Glück habe ist es ein banales Problem im Steuerkreis. Vielleicht ein Schalter …
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20. Mai 2007
Heute habe ich mal testweise eine kleine Amateurfunkanlagen in mein City EL “eingebaut”. Die Anlage besteht aus einem Amateurfunkgerät, einer Antenne, einem Tracker und einem GPS-Empfänger. Diese Anlage arbeitet dann als APRS-Mobilstation.
Mit APRS (Automatic Position Reporting System) kann ich meine aktuellen Standortdaten die ich während der Fahrt mit einem GPS-Empfänger ermittle über Funk ausstrahlen. Diese Datenaussendungen mit meinem Amateurfunkrufzeichen und der aktuellen Position werden dann von APRS-Digipeatern aufgenommen und weitergeleitet. Einige dieser Digipeater haben eine Verbindung ins Internet. Über diese Gateways werden dann die aktuellen Positionsdaten an Internetservern weitergeleitet.
Auf diesen Internetservern kann man dann (fast) in Echtzeit die aktuelle Position meines City EL auf einer Karte verfolgen. Die gefahrene Route wird auch als Linie angezeigt.
Die provisorische Installation der Amateurfunkanlage in meinem City EL war recht einfach. Ich habe die Geräte hinten auf die Batterieabdeckung gelegt. Als Antenne verwendete ich eine Magnethaftantenne.
Da man an, im oder auf dem City EL keine Magnetantenne befestigen kann habe ich sie einfach mal hinten auf den Trafolader gestellt.
Die ersten Test liefen dann eigentlich wie befürchtet: Im ersten Teil der Strecke konnte ich keinen Digipeater erreichen. Der Wirkungsgrad der Magnetantenne ohne metallisches Gegengewicht ist sehr schlecht. Erst als ich oberhalb von Korb eine Anhöhe erreicht hatte wurden meine Positionsmeldungen über zwei Digipeater ins Internet weitergeleitet.
Durch die schlechte Antenne wurde also nur ein Teil der Fahrtstrecke aufgezeichnet.
=> Karte mit meiner Fahrtstrecke
Auf dem ersten Teil der Fahrtstrecke habe ich eine recht hohe Sendeleistung von ca. 25 Watt verwendet. Durch die ungeeignete Magnetantenne hatte ich aber massive Einstrahlungen in die Bordelektronik des City EL. Bei jeder Aussendung bemerkte ich das das City EL etwas langsammer wurde. Als ich die Sendeleistung dann auf ca. 5 Watt reduziert hatte verschwanden diese Einflüsse.
Mein Fazit:
- APRS-Betrieb aus dem City EL ist möglich
- Es ist interessant nach der Fahrt mal in einer Google-Earth-Karte nachzuschauen wo man war und welche Geschwindigkeit man da gefahren ist.
- Für den Funkbetrieb aus dem City EL muss man auf jeden Fall eine feste Antenne anbringen. An welcher Stelle das sinnvoll möglich ist muss ich noch rausfinden
- Beim Sendebetrieb während der Fahrt konnte man einige Störungen aus der Bordelektronik des City ELs hören :-()
=> Ich werde eine APRS-Funkanlage in mein City EL fest einbauen
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13. Mai 2007
Sonntag morgen, schönes Wetter, ein voll aufgeladenes City EL - was will man mehr
Für meine erste “grosse” Fahrt habe ich gleich mal eine Strecke mit “Bergwertung” gewählt:
Grossheppach -> Korb -> Hanweiler -> Winnenden -> Bräuningsweiler -> Buoch -> Gundelsbach -> Grossheppach
Der Höhenunterschied zwischen Grossheppach und Buoch beträgt ca. 260m. Langsam aber beharrlich hat sich mein City EL den langen Anstieg von Winnenden nach Bräuningsweiler hochgearbeitet. Als ich oben in Bouch angekommen war zeigte mir der Kapazitätsmesser schon deutlich das ich an die Reichweitengrenze meines neuen Batteriesatzes angekommen bin.
Die Heimfahrt von Buoch über Gundelsbach nach Grossheppach war dann aber kein Problem - ich konnte fast die ganze Strecke ohne Motorkraft rollen.
Bei der zweiten Fahrt an diesem Sonntag habe ich mal meine nähere Umgebung erkundet:
Grossheppach -> Schorndorf -> Waiblingen -> Neustadt -> Erbachhof -> Korb -> Grossheppach
Tja - wenn man die ersten Fahrversuche mit einem City EL macht sollte man schon etwas vorsichtig sein. Ich bin mit den letzten Elektronen aus den Batterien wieder daheim angekommen.
Es wird Zeit das ich mein City EL mit besserer Elektronik und Messtechnik nachrüste.
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12. Mai 2007
Heute hat Joachim Kamm “mein” City EL voll geladen bei mir angeliefert. Ich habe dann das Fahrzeug natürlich gleich sinnvoll eingesetzt und bin damit zu einer Veranstaltung von Grossheppach nach Geradstetten gefahren.
Mit den Fahreigenschaften bin ich sehr zufrieden. Das Fahrzeug fährt recht ruhig. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird auf der Ebene locker erreicht.
Auf der Heimfahrt wollte ich es mal wissen und hab eine kleine Etappe mit “Bergwertung” eingeschoben. In Grunbach bin ich die recht steile Olgastrasse bis hoch an den oberen Ortsrand gefahren. Da musste mein City EL mal richtig “arbeiten”.
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11. Mai 2007
Der TÜV bzw. DEKRA sollte mal einen intensiveren Blick ins Gesetzbuch werfen. Dank einem Tipp im elweb Forum zum city el / mini el hab ich folgendes gefunden:
Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge
=> Anhang 2 zu §2 Abs. 2
darin steht: “Kraftfahrzeuge mit Antrieb ohne Verbrennungsmotor ( z.B. Elektromotor, …) werden der Schadsstoffgruppe 4 zugeordnet”
Mein City EL bekommt also eine grüne Plakete
Mal sehen ob das die Ausgabestelle wo ich meine Plakette dann mal abholen will auch weiss …
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11. Mai 2007
Nachdem ich mein City EL zugelassen habe wollte ich mich mal informieren wie es sich nun mit dem Feinstaub-Fahrverbot verhält. Da Stuttgart von mir aus gesehen noch in “City EL - Reichweite” ist habe ich mich auf der Stuttgarter Webseite informiert. Dort gibt es eine recht gute Seite “Feinstaub-Fahrverbot: Fragen und Antworten“. Von dieser Seite führt dann ein Link zur Seite “Wie ermittle ich die Schadstoffgruppe meines Fahrzeugs?“.
In meinem Fahrzeugschein ist folgendes eingetragen:

Mein City EL hat also die Emissionsschlüsselnummern 88
Damit gilt:
Schadstoffgruppe 1
keine Plakette
Fahrverbot in Stuttgart
Irgendwie verstehe ich jetzt die Welt nicht mehr …
Ich hab dann einfach mal telefonisch bei der Dekra und beim TÜV nach einer Plakette für das CityEL gefragt. Dabei habe ich als einfach mal die Emissionsschlüsselnummern 88 genannt. Die Antwort war klar: keine Plakette. Als ich dann denen erzählt habe das ich ein Elektroauto habe gabs grosses Erstaunen und die Info das ich zur Zeit keine Plakette bekommen kann.
Ich werde jetzt aber nicht gleich in Panik verfallen. Die Einführung des Fahrverbotes in Stuttgart ist auf 2008 verschoben worden. Ich hoffe das bis dahin auch die Elektrofahrzeuge entsprechend richtig berücksichtigt werden …
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